2016

Welt.Weites.Wissen: Fossilienausstellung im Roemer- und Pelizaeus-Museum

Wir, die Gruppe der Paläonthologie, erforschten im Sommer 2016 die Fossiliensammlung von Hermann Roemer und fuhren sogar nach Hannover-Misburg, um in einem Steinbruch eigene Fossilien zu suchen. In der Ausstellung erstellten wir eine eigene Vitrine und einen Katalog. Hier stellen wir euch einige unserer Fossilien vor:

Der Ceratites

Der Ceratites ist eine Kopffüßerart, die in spiralig aufgewundenen Gehäusen lebte. Er lebte vor ca. 230 Millionen Jahren. Das Gehäuse dieses versteinerten Kopffüßers besteht aus Kalkstein und ist wie beim Seeigel gleichzeitig das Skelett. Kopffüßer besitzen normalerweise 6, 8 oder 10 Tentakel. Der ganze Weichkörper ist verrottet. Ein Kopffüßer besteht aus mehreren Kammern, die an den Wellen zu erkennen sind. Die rote Markierung wurde von Forschern aufgetragen und ist somit nicht natürlich. Sie kennzeichnet eine Kammer. Durch Ausblasen der Luft bewegte sich der Kopffüßer fort, durch Ein- und Auslassen von Wasser und Luft in die Kammern konnte er wie ein U-Boot seine Schwimmhöhe bzw. -tiefe verändern. So gelangte er auch an Nahrung.

Der Seeigel

Seeigel kann man jetzt noch lebend oder versteinert am Meeresstrand finden. Wie der Name schon sagt, ähnelt er als lebendes Tier einem Igel. Dieser Seeigel lebte vor 80 Millionen Jahren und wurde in Misburg gefunden. Er war pelzig und stachelig wie ein Igel. Seine Schale ist gleichzeitig das Skelett, es ist zerbrechlich wie ein Hühnerei und besteht aus vieleckigen Platten. Die Weichteile sind vergangen, deshalb ist er im Inneren hohl. Die Pünktchen, die man auf der Schale sehen kann, waren die Ansatzstellen der Stacheln. Er fraß kleine Algen und Würmchen. Durch Strömungen wurde er durch das Meer gespült und hat deswegen mehrere Schäden.

Der Pottwalzahn

Dies ist der Zahn eines Pottwals, der vor circa 200 Jahren ausgefallen ist. Der Zahn ist 12 cm lang und 5,5 cm breit. Er stammt aus dem Unterkiefer des Tieres und besteht aus Dentin (Zahnzement) und einer harten Oberfläche aus Zahnschmelz.

Gebiss eines Blauhais

Ich habe das Gebiss auf dem Fischmarkt in Sri Lanka entdeckt. Da mir meine Oma Taschengeld gegeben hatte, konnte ich es mir kaufen (Liam Kunalan, 10 Jahre).

Kieselschwamm

Den Kieselschwamm habe ich bei unserer Expedition in den Steinbruch entdeckt (Carolina Miranda Kleuker, 9 Jahre). Erst dachte ich, das Fossil wäre ein Zahn des bisher unbekannten „Carosaurus“. Es stellte sich aber heraus, dass dies ein vielzelliges Tier war, das im Meer lebte.